Der Junioren-Länderpokal 2016 ist vorüber

Hessen verteidigt seinen Titel erfolgreich

Das Team Hessen hat auch den 2016er Jahrgang des Junioren-Länderpokals gewonnen und damit seinen Titel erfolgreich verteidigt. Im Finale des 11. JLPs besiegten die von Anna-Maria Müller und Johannes Hengst trainierten Hessen um Turnier-MVP Matthias Güntner Gastgeber Nordrhein-Westfalen mit 68:45. Die Bronzemedaille ging an das Team Nord, das sich im Spiel um den dritten Platz mit 51:38 gegen das Team Bayern durchsetzte. Auf den weiteren Plätzen folgten die Team aus Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz, Sachsen/Thüringen und Schleswig-Holstein.

15 Spiele wurden in der Bonner Hardtberghalle an zwei Turniertagen ausgetragen. Sieben Teams aus zehn Bundesländern traten im sportlichen Wettkampf gegeneinander an. Die über 80 jungen Sportlerinnen und Sportler begeisterten die Zuschauerinnen und Zuschauer mit unzähligen sehenswerten Aktionen. So ist es nicht verwunderlich, dass die beiden Tage nicht nur für die Aktiven wie im Fluge vergingen. Die zweite Bonner Auflage des größten und wertigsten nationalen Nachwuchsturniers mit sportlichen Höchstleistungen ist vorüber.

Der ASV Bonn als lokaler Ausrichter bedankt sich an dieser Stelle bei allen, die auf und abseits des Feldes mit ihrem Engagement dafür gesorgt haben, dass die 11. Auflage wieder Maßstäbe gesetzt hat. Ohne die Mithilfe zahlreicher Helferinnen und Helfer wäre dies nicht möglich gewesen, sei es das Catering-Team um Ursula Becker, das Kampfgericht um Lucas Melcher und seinem Team oder auch die beiden Hallenwarte der Hardtberghalle. Allen, die beim Turnier mit großem Engagement mitgeholfen haben, auch wenn sie hier nicht explizit genannt werden, sei an dieser Stelle ein herzliches Danke gesagt.

Das bundesweit größte und wichtigste Nachwuchsturnier im Rollstuhlbasketball kann nur funktionieren, wenn die zuständigen Sportverbände bereit sind, ein derartiges Event zu unterstützen. Danke daher unter anderem an den DRS und die Trainer der Nationalteams und alle anderen Beteiligten der Verbände.

Ein besonderer Dank geht an die Deutsche Behindertensportjugend und die Hardt-Stiftung, die die Preisgelder für die erfolgreichsten Teams gestiftet hat.

Die mehr als 80 Sportlerinnen und Sportler haben auf dem Parkett der Hardtberghalle am 21. und 22. Mai 2016 unzählige Kilometer zurückgelegt und eindrucksvoll gezeigt, dass Rollstuhlbasketball eine faszinierende Sportart ist. Sie alle haben Werbung für diesen Sport gemacht und nicht nur im Finale für Begeisterungsstürme auf den Rängen gesorgt. Auch ihnen ein herzliches Danke.

Der Junioren-Länderpokal 2016 ist vorbei. Bonn sagt „Auf Wiedersehen!“

Die Top Spieler vom Samstag

Dank der Live Auswertung von Keyscout können wir jetzt auch schon für den ersten Turnier Tag die besten Spieler präsentieren :

Top 3 Jungs:

1. Joel Schaake 17,0 Punkte pro Spiel
2. Marvin Malsy 16,6 Punkte pro Spiel
3. Matthias Güntner 15,5 Punkte pro Spiel

Top 3 Mädels:
1. Katharina Lang 15,5 Punkte pro Spiel
2. Amanda Fleck 14,0 Punkte pro Spiel
3. Linda Dahle 11,0 Punkte pro Spiel

Team Nord gegen Sachsen/Thüringen

Das letzte Spiel des ersten Turniertages bestritten das Team Nord und das Team Sachsen-Thüringen. Die ersten Punkte gelangen Hannes Hartung vom Team Nord, der auch für die 4:2—Führung verantwortlich zeichnete. Vier Punkte in Folge durch Alexander Budde ergaben die 8:4-Führung für Team Nord in der 4. Spielminute. Marvin Malsy hielt Sachsen/Thüringen zu diesem Zeitpunkt mit seinen sechs Punkten im Spiel (10:6, 4. Minute). Hannes Hartungs Dreipunktspiel zum 18:10 bedeutete die erste deutlichere Führung für das Team Nord. Dieser Spielstand war dann auch gleich der Stand nach dem ersten Viertel.
Oliver Jantz schraubte den Vorsprung des Teams Nord erstmals in den zweistelligen Bereich (20:10, 9. Minute). In den folgenden Minuten gelang dem in blau spielendem Team Sachsen/Thüringen kein erfolgreicher Korbwurf. Tam Nord führte in der 14. Minute mit 28:10. Marvin Malsy verkürzte mit einem verwandelten Freiwurf zur Halbzeitpause auf 11:28.
Luca Poppe erzielte die ersten Punkte für sein Team im dritten Viertel. Dann war wieder das Team Nord an der Reihe. Vor Beginn der letzten sieben Spielminuten des ersten Tages führte die von Martin Kluck trainierte Mannschaft nach einem Korberfolg von Jann Kromminga mit 36:15.
Marvin Malsy traf mit der Sirene für sein Team zu Beginn des vierten Spielabschnitts, Jann Kromminga antwortete ebenfalls mit zwei Punkten.  Marvin Malsys beiden Dreier innerhalb von 60 Sekunden setzten zwar noch schmerzhafte Nadelstiche, änderten aber am Ausgang der Begegnung nichts mehr. Nach 28 gespielten Minuten endete das letzte Duell des Samstages mit einem 42-19-Erfolg des Teams Nord.

Nordrhein Westfalen gegen BaWü Rheinland Pfalz

Kampf um den Einzug ins Halbfinale
So einfach kann Rollstuhlbasketball sein: der Gewinner dieser Partie erreicht das Halbfinale, der Verlierer muss in die Platzierungsrunde. Die notwendigen Zutaten für einen Basketballkrimi der Extraklasse waren also vorbereitet.
Sören Müller brachte sein Team mit 2:0 in Führung. Baden Württemberg/Rheinland Pfalz glich aus und Patrick Dorner brachte sein Team mit 4:2 in Front. In den folgenden Minuten entwickelte sich eine spannungsgeladene Partie, in der sich kein Team vorentscheidend absetzen konnte. Nach dem ersten Viertel führte das von Christian Gumpert trainierte Team mit 11:9. Schmerzlich für NRW: Sören Müller war nach den ersten sieben Minuten bereits mit drei Fouls belastet.
Vier Punkte für Baden-Württemberg/Rheinland Pfalz bedeuteten eine 13:9-Führung (8. Minute). Joel Schaake verkürzte in der 10. Spielminute per Korbleger auf 12:15. Auszeit Baden Württemberg/Rheinland Pfalz. Schaake blieb cool und glich wieder per Korbleger zum 15:15 aus. Er besorgte dann gleich auch noch die 17:15 Führung für sein Team, die Patrick Dorner zum 17:17 kontern konnte. Hannfrieder Briel traf zum 19:17, Joel Schaake verwandelte zwei Freiwürfe zum 21:17 (12. Minute). Auch das 23 und 25:17 zur Halbzeitpause gingen auf sein Konto.
Die Spannung in der Hardtberghalle blieb auch zu Beginn des dritten Spielabschnitts unverändert auf höchstem Niveau. Beim Stande von 30:21 kassierte Hannfrieder Briel sein drittes Foul: Foultrouble für NRW`s lange Garde bereits Mitte des dritten Viertels. Beim Stand von 34:22 unterbrach Christian Gumpert den sich abzeichnenden Lauf des Gastgebers mit einer Auszeit. Sören Müller blieb unbeeindruckt und schraubte die Führung um zwei weitere Punkte nach oben (36:22). Patrick Dorner brachte sein Team vor der letzten Viertelpause wieder auf 24:36 heran.
Crunchtime auf dem Hardtberg. Die letzten sieben Minuten mussten die Entscheidung bringen. Patrick Dorner eröffnete mit zwei Punkten, Sören Müller stellte den alten Abstand wieder her (22. Minute). Nico Dreimüllers Dreier beantwortete Joel Schaake mit seinen beiden nächsten Punkten zum 40:29. Er und Müller erhöhten die NRW-Führung bis 3:29 Minuten vor dem Ende auf 46:29. Erneute Auszeit Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz. Joel Schaake brachte mit drei Punkten mit 51:33 in Front. Der Widerstand des Gegners war damit endgültig gebrochen, zwar netzte Patrick Dorner einen Dreier zum 36:51 ein, am hart erkämpften 55:38-Erfolg des Teams NRW änderte das jedoch nichts mehr. Damit ist der Gastgeber für das Halbfinale qualifiziert.

Schleswig Holstein gegen Sachsen Thüringen

Einer wird gewinnen

Im sechsten Spiel des ersten Turniertages trafen die Teams aus Schleswig-Holstein und Sachsen/Thüringen aufeinander. Beide Teams hatten ihre jeweils ersten Begegnungen verloren. Sachsen/Thüringen begann konzentriert und führte nach vier Minuten dank eines starken Marvin Malsy mit 8:2. David Hoffmann und Luca Poppe bauten die Führung auf 16:2 aus. Dies war gleichzeitig auch der Stand nach dem ersten Viertel.
Punkt für Punkt setzte sich Sachsen/Thüringen im zweiten Spielabschnitt weiter ab und führte zur Pause auch in der Höhe verdient mit 22:7.
Gleiches Bild im dritten Viertel, Sachsen/Thüringen vergrößerte unter der Führung von M;arvin Malsy und David Hoffmann seinen Vorsprung kontinuierlich. Vor Beginn der letzten sieben Minuten zeigte die Anzeigetafel eine 41:7-Führung für Sachsen/Thüringen.
Das letzte Viertel der sechsten Begegnung des Tages spielte Sachsen/Thüringen dann souverän herunter und gewann diese Partie mit 57:7.

Team Hessen gegen BaWü/RLP

Die Vorzeichen waren klar, Team Hessen wäre bei einem Sieg in jedem Fall als Gruppenerster für das Halbfinale qualifiziert. Schnell führte das Team nach Körben von Matthias Güntner und Marcel Gerber mit 4:0. Sven Diedrich erhöhte in der 2. Minute auf 6:0, wieder Güntner erhöhte gar auf 8:0. Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz kam gar nicht in die Begegnung. 10:0 stand es, als BaWü-Trainer Christian Gumpert seine erste Auszeit nehmen musste. Hessen zeigte sich unbeeindruckt und erhöhte bis zum Ende des ersten Viertels auf 18:0. „Hessen souverän“ lautete das Kurzfazit nach sieben gespielten Minuten.
Auch die ersten Punkte im zweiten Viertel erzielte Hessen durch Tim Diedrich zum 20:0. Nico Dreimüllerkonnte in der9. Minute dieser Partie die ersten Punkte für sein Team erzielen (2:20). Bis zur Halbzeit sollte gerade noch einmal ein weiterer Punkt hinzukommen, zu stark war der Titelverteidiger in dieser Phase des Spiels. Beim Stand von 28:3 fuhren die beiden Teams in die Halbzeitpause.
Patrick Dorner eröffnete Viertel Nummer drei mit einem Mitteldistanzwurf zum 5:28. Sven Diedrich und Barbara Groß antworteten zum 32:5 für Hessen. Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz kam nun etwas besser ins Spiel, ohne Hessen jedoch ernsthaft gefährden zu können. Vor Beginn des letzten Abschnitts führte Team Hessen deutlich mit 38:11.
Im letzten Viertel entwickelte sich dann ein munteres Spiel, in dem beide Teams zu schönen Korbaktionen kamen. Hessen gewann die Begegnung deutlich mit 48:21 und hat sich damit als Gruppenerster für das morgen um 10.50 Uhr stattfindende zweite Halbfinale qualifiziert.

Nord Süd Gipfel

Team Nord trifft auf Team Bayern

Das dritte Spiel in der Gruppe A brachte eine Vorentscheidung für die Qualifikation für das Halbfinale mit sich. Die beiden noch ungeschlagenen Teams trafen in der vierten Begegnung des Turniers aufeinander.
Defense war in der Anfangsphase Trumpf, drei Minuten waren gespielt, keines der beiden Teams konnte einen Korb aus dem Feld erzielen, in der sechsten Minute stand es 7:3 für das Team Bayern. 10 Punkte und 11 Fouls, Zeichen für eine hohe Intensivität auf dem Court. Die Anzeigentafel zeigte am Ende der ersten zehn Minuten eine 11:3-Führung für das Team Bayern an.
Beide Teams legten auch im zweiten Viertel ihren Hauptaugenwerk auf die Sicherung des eigenen Hoheitsgebietes. Einfache Punkte – Fehlanzeige. 19:12 stand es zur Halbzeit – bei 21 Fouls.
Die ersten Punkte im dritten Viertel erzielte Alexander Budde zum 14:19. Auch die Folgeminuten gehörten dem Team Nord. Jann Kromminga brachte sein Team bis auf einen Punkt heran (18:19, 18. Minute). Wieder Alexander Budde sorgte mit einem Nahdistanzwurf für den Führungswechsel (20:19), den Florian Mach umgehend wieder drehte. Katharina Mach schraubte den Vorsprung wieder auf drei, Laura Fürst erhöhte auf fünf Punkte. Nach 21 gespielten Minuten führte Team Bayern mit 27:22.
Spannend ging es auch im letzten Viertel zu. Die Emotionen kochten hoch, beim Stand von 28:31 kassierte Bayern Trainer ein technisches Foul, Team Nord drehte den Rückstand in eine Ein-Punkt-Führung (32:31, 24. Minute). Hannes Hartung erzielte für sein Team die 34:31-Führung, Katharina Lang konterte zum 33:34. Laura Fürst glich 2 Minuten vor dem Ende zum 35:35 aus. 13,8 Sekunden vor dem Ende der Partie führte Team Nord mit einem Punkt (37:26) und hatte Ballbesitz. Das taktische Foul ließ nicht auf sich warten. Team Nord zeigte jedoch Nerven und verwarf beide Freiwürfe. Kapital konnten die Bayern jedoch nicht daraus schlagen, denkbar knapp ging das vierte Spiel des Turniers verloren (36:37).

Der Gastgeber greift ein

Team Nordrhein-Westfalen gegen Team Hessen

Im dritten Spiel des Tages fuhr Gastgeber Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal auf das Parkett der Bonner Hardtberghalle. Der Gegner war kein Geringerer als Team Hessen, der Sieger des Junioren-Länderpokals 2015.
Hessen eröffnete das Duell mit einem Zweipunktwurf durch Marian Kind. Sören Müller konterte zum 2:2. Bereits in der ersten Minuten der Partie wurde schnell deutlich, dass sich die beiden Finalisten der beiden letzten Jahre nichts schenken würden. Hessen agierte abgeklärt und setzte sich schnell bis auf 12:4 ab. Tarik Cajo, Trainer des Teams Nordrhein-Westfalen nahm seine erste Auszeit. Dennoch gelang es Team Hessen, bis zum Ende des ersten Viertel den Vorsprung auf 16:4 auszubauen.
Im zweiten Viertel waren Punkte zunächst Mangelware, die beiden Defensivreihen bestimmten das Geschehen auf dem Spielfeld. In den letzten drei Minuten vor der Pause machte Team Hessen deutlich, dass mit ihm auch in diesem Jahr zu rechnen ist und baute seinen Vorsprung auf 25:8 aus.
Die ersten Punkte des dritten Viertels erzielte Darius Friesen für das Team NRW. Dann war wieder Hessen an der Reihe und behauptete seine Führung zum Ende dieses Spielabschnittes (31:15).
Im letzten Viertel wechselte Hessen munter durch, ohne dabei die Kontrolle über das Spiel aus der Hand zu geben. Mit 47:26 gewann der Titelverteidiger die erste Begegnung in der Gruppe B.

Team Bayern gegen Team Sachsen/Thüringen

Die zweite Partie des Tages gestaltete sich zu Beginn ausgeglichen, 4:4 nach 3 Spielminuten. Bis zur Viertelpause gelang es den Freistaatlern, sich etwas abzusetzen (15:8). Kurz vor der Pause führte Team Bayern dank eines Drei-Punkt-Spiels von Gabriel Robl mit 24:12. Dies war gleichzeitig auch der Stand zur Halbzeit.
Marvin Malsy eröffnete das dritte Vierteln mit drei Punkten zum 24:15, ehe im direkten Gegenzug Felix Schuhmann zwei Punkte für sein Team erzielte. Team Bayern gelang es, sich im dritten abzusetzen (34:17 10. Spielminute). Sehenswert – Gabriel Robls Dreier zum 39:17 (12. Minute). Robls zweiter Dreier bedeutete die 42:20-Führung für Team Bayern nach dem dritten Viertel.
Im letzten Spielabschnitt verwaltete Bayern das Ergebnis und fuhr mit einem deutlichen 52:23-Erfolg seinen ersten Sieg beim Junioren-Länderpokal in diesem Jahr ein.